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Rauchen bei Kindern und Jugendlichen

Rauchen bei Kindern und Jugendlichen – aktuelle Zahlen Rauchen und der Konsum von Nikotinprodukten sind für Kinder und Jugendliche weiterhin ein wichtiges Thema – auch wenn deutlich weniger junge Menschen rauchen als noch zu Beginn der 2000er‑Jahre. Aktuelle Befragungen zeigen jedoch, dass das Rauchen in den letzten Jahren wieder etwas zugenommen hat und neuartige Nikotinprodukte wie E‑Zigaretten und Nikotinbeutel eine größere Rolle spielen.

Bei den 12‑ bis 17‑Jährigen in Deutschland bezeichnen sich im Jahr 2025 rund 9,6% als Raucherin oder Raucher. Das bedeutet: Fast jede*r zehnte Jugendliche in dieser Altersgruppe raucht. Im Jahr 2001 lag dieser Anteil noch bei mehr als einem Viertel, sodass langfristig ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist – allerdings mit einem leichten Wiederanstieg gegenüber 2021, als nur 6,1% der 12‑ bis 17‑Jährigen rauchten.

Wenn man nicht nur die Selbsteinschätzung, sondern den tatsächlichen Konsum betrachtet, zeigen die Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025: In den letzten 30 Tagen vor der Befragung hatten 7,9% der 12‑ bis 17‑Jährigen Tabak‑Zigaretten geraucht. Hinzu kommt der Konsum anderer Nikotinprodukte: 7,3% hatten Mehrweg‑E‑Zigaretten genutzt, 5,5% Einweg‑E‑Zigaretten, 2,0% Wasserpfeife und 1,9% Nikotinbeutel. Nur 0,4% der Jugendlichen gaben an, Tabakerhitzer konsumiert zu haben.

In der Gruppe der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren ist das Rauchen deutlich verbreiteter: Etwa 31% der jungen Männer und 21% der jungen Frauen bezeichnen sich derzeit als Raucher bzw. Raucherin. In den letzten 30 Tagen vor der Befragung hatten 24,4% dieser Altersgruppe Tabak‑Zigaretten geraucht, deutlich mehr als andere Nikotinprodukte. Gleichzeitig zeigt sich langfristig bei den 18‑ bis 25‑Jährigen eher ein rückläufiger Trend der Raucherquote, während bei den 12‑ bis 17‑Jährigen nach Jahren des Rückgangs wieder ein leichter Anstieg beobachtet wird.

Für jüngere Kinder unter 12 Jahren gilt weiterhin: Regelmäßiges aktives Rauchen ist selten, aber Passivrauchen spielt eine große Rolle. Viele Kinder sind Tabakrauch in der Familie oder im Umfeld ausgesetzt, obwohl sie selbst nicht rauchen. Dies kann die Atemwege reizen, ein bestehendes Asthma verschlechtern und das Risiko erhöhen, später mit dem Rauchen zu beginnen. 

Die Schule ist ein zentraler Ort für Prävention. Lehrkräfte, Eltern und schulische Sozialarbeit können dazu beitragen, dass Rauchverbote konsequent eingehalten werden und Kinder sowie Jugendliche frühzeitig über die gesundheitlichen Folgen von Rauchen und Passivrauchen informiert werden. Die Deutsche Lungenstiftung unterstützt Aufklärung und Prävention zum Thema Rauchen an Schulen und setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche möglichst rauchfrei aufwachsen und ihre Schulzeit in einer gesunden Umgebung verbringen.