Die Deutsche Lungenstiftung und ihr Medienpreis -

21.03.15

das sind die Preisträger der 10. Ausschreibung!

Die Jury hat am 24. 2. 2015 in Frankfurt/Main beraten, die Entscheidung steht fest: Für die Jahre 2013/2014 gehen die Wilhelm und Ingeborg Roloff-Preise (WIR-Preise) der Deutschen Lungenstiftung e. V. an

Dimitri Ladischensky (Hamburg) und Christine Matz (Hürth).

Ausgezeichnet werden damit ihre herausragenden journalistischen Beiträge über Lungenkrankheiten - genauer zur Mukoviszidose - in der Zeitschrift „mare“ und für „stern TV/RTL“. Die Preise wurden am 19. 3. 2015 bei der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Berlin durch Prof. Dr. Marek Lommatzsch (Rostock) und Dr. Eckart Roloff (Bonn) überreicht.

 

Bei einem Treffen aller fünf Jurymitglieder wurden nach eingehender Beratung, bei der man offen und sachkundig anhand medizinischer und journalistischer Kriterien über alle Bewerbungen sprach, nach einem Punkteverfahren einvernehmlich diese Preisträger bestimmt:

 

Den 1. Preis, verbunden mit 3000 Euro, erhält Dimitri Ladischensky von der Redaktion der Zeitschrift „mare“ (Hamburg) als Anerkennung für eine äußerst eindrucksvolle Schilderung zum Leben und Leiden zweier Schwestern, die beide an Mukoviszidose erkrankt sind .

 

Seine Reportage „Emmi und Soschka“, veröffentlicht im Heft vom August/September 2014, fesselt, so sagen die Juroren, dank beträchtlicher Empathie und sehr einfühlsamer Sprache. Der ausführliche Beitrag lässt die Leser mitempfinden, was die beiden jungen Mädchen und vor allem die Mutter, eine Krankenschwester, über Jahre hinweg durch diese Krankheit erleben und wie entscheidend die richtige Therapie ist. Ladischenskys Text geht nahe, unterstützt wird er durch sehr intensive Bilder der Fotografin Joanna Nottebrock.

 

Dimitri Ladischensky ist 1972 in Hamburg geboren. Von 1991 an studierte er Germanistik, Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Freiburg, Kopenhagen und Berlin. Nach dem M. A.-Examen 1998 absolvierte er im Jahr 2000 die Deutsche Journalistenschule in München. Danach schrieb er für „Geo Saison“; seit Herbst 2001 ist er Leiter der Ressorts Leben und Politik der Zeitschrift „mare“. Er hat bereits mehrere journalistische Auszeichnungen erhalten; 2012 wurde er für den Henri-Nannen-Preis nominiert. Er lebt in Hamburg.

 

Den 2. Preis über 2000 Euro bekommt Christine Matz von der Redaktion „Stern TV“. Die Jury erkennt damit ihren musterhaften Fernsehbeitrag zum Thema Mukoviszidose und Lungentransplantation an, den RTL am 19. Juni 2013 ausgestrahlt hatte.

 

Christine Matz hat einen jungen Patienten namens Konstantin Rafflenbeul und dessen Familie zwei Jahre lang begleitet. In Worten und Bildern vermittelt der Film sehr eindringlich, welche Folgen diese Krankheit hat und was zwei (!) Transplantationen von Lungen im Jahr 2013 für den 14-Jährigen bedeuteten, nachdem sich sein Körper gegen die erste Übertragung wehrte. Inzwischen geht es ihm sehr gut. Konstantin konnte jetzt sogar zusammen mit seiner Mutter nach Berlin kommen. Zuvor hat er ein Schülerpraktikum bei „Stern TV“ absolviert.

 

Die Jury belohnt neben dem Fernsehfilm auch das ausführliche Studiogespräch zwischen dem Moderator Steffen Hallaschka und Konstantin, seiner Mutter und dem Lungenfacharzt Nicolaus Schwenk. Für Mitte 2015 plant RTL einen weiteren Film über Konstantin und dessen Entwicklung.

 

Christine Matz wurde 1968 in Pirmasens geboren. 1997 hat sie ihr Studium der Germanistik und Sportwissenschaft in Saarbrücken abgeschlossen. Während des Studiums war sie für mehrere Redaktionen des Saarländischen Rundfunks in Saarbrücken und für den Mitteldeutschen Rundfunk in Dresden tätig. Nach dem Studium war sie Volontärin in der Lokalredaktion Sat 1 in Leipzig. Seit Ende 1999 arbeitet Christine Matz als Redakteurin und Reporterin bei Stern TV. Sie lebt in Hürth bei Köln.